Fischereisportverein Enztal e.V

Aus der Geschichte des Vereins

 

Am Freitag, den 17.08.1973 trafen sich 30 Petrijünger in der Senderstube zur Gründungssitzung. Nachdem der Wortführer G. Ulrich ein umfassendes Referat, über die Ziele und Pläne eines solchen Vereins, den Anwesenden unterbreitet hatte, wurde durch einstimmigen Beschluss der Fischereisportverein Enztal mit Sitz in Mühlacker aus der Taufe gehoben. Zugleich beschloss man, das sich der Verein dem Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. anschließen sollte. Durch die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Maulbronn, erlangte der Verein am 28.11.1973 seine Rechtsfähigkeit.

 

Da standen nun 30 Petrijünger, fest entschlossen sich mit ganzem Herzen dem Angelsport zu widmen, ohne ein Gewässer um ihrem Sport nachzugehen. Doch Petri schien ihren Wunsch zu erhört zu haben. Der Einsatz des Herrn Dr. Buchtala ermöglicht es dem jungen Verein eine Teilstrecke der Enz auf Gemarkung Mühlacker-Lomersheim anzupachten.

 

Für den FSV war es von Anfang an das Ziel die Enz nach waidmännischen und Ökologischen Gesichtspunkten zu hegen und zu pflegen. Die Tätigkeiten des FSV müssen und dürfen sich nicht nur auf den rein sportlichen Bereich beschränken, sondern sollen ein Dienst für alle bedeuten.

 

Durch ständige Überprüfung der Wasserqualität, dem Anlegen von Künstlichen Laichplätzen, sowie Besatzmaßnahmen weit über dem Rahmen der Pflicht, ist es heute wieder möglich in der Enz eine Vielzahl von Fischarten anzutreffen. Neben Rotaugen, Karpfen, Schleien, aber auch Hechten, Aalen und Döbeln kann man eine Reihe von anderen Fischarten antreffen. Selbst die anspruchsvolle Bachforelle ist kein seltener Gast. Werden die Sportfischer oftmals als Müllmänner der Nation angesehen, so können die Mitglieder des FSV dies nur als Ehrentitle betrachten, wenn sie Anfang des Jahres ihre „Enzputzede“ durchführen umso den Fluss und seine Ufer von Gerümpel und Unrat zu säubern.

 

Schon kurz nach der Übernahme „ihrer Enz „konnten die Mitglieder ihr erstes Königsfischen abhalten, welches von nun an alljährlichen stattfinden sollte. Die Gründungsfeier, bei der alle Freunde und Gönner eingeladen waren, fand am 08.12.1973 statt. Die Tatsache, dass ein Antrag auf die Polizeistunde gestellt wurde, zeigt uns am besten, das Geselligkeit, Kameradschaft und Harmonie von Anfang an bei der Fischerfamilie gepflegt wurden.  

 

Die Berechtigung einer Vereinsgründung, bestätigt sich spätestens an der Hauptversammlung, die am 18.01.1974 im Sportheim der 08 Mühlacker abgehalten wurde. Innerhalb des kurzen Zeitraums, zwischen Gründung und Hauptversammlung, wuchs die Mitgliederzahl auf das doppelte an. Der bisher kommissarisch benannte Vorstand Gerhard Ulrich wurde nun als erster Vorstand einstimmig gewählt. Ebenso wurde die gesamte Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt.

 

Am 31.08. und 01.09.1974 war es dann soweit; das erste Enztal Fischerfest konnte auf dem Festplatz in Mühlacker stattfinden. Eingeladen waren sämtliche Fischereivereine der näheren Umgebung, sowie die Bevölkerung von Mühlacker und Lomersheim. Verbunden war das Fest mit einem Preis- und Pokalangeln. Dank vieler Spender der Industrie, aber auch der Mitglieder konnte eine Tombola mit vielen wertvollen Sachpreisen durchgeführt werden. Aber was wäre ein richtiges Fest ohne Musik? Der FSV hat es in den 10 Jahren immer verstanden, mit verschiedenen Kapellen eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Schon im Jahre 1974 gesellte sich der FSV zu den Vereinen, welche am Straßenfest in Mühlacker teilnahmen.

 

 

 

Aufgrund des anhaltenden Mitgliederzuwachses wurde den Enztalfischern der Platz zu eng. Ihr größter Wunsch war der Bau eines eigenen Fischwassers. Unter dem inzwischen leider verstorbenen Kameraden Karl Simon gelang es dem Verein um Haaresbreite, in der Nähe von Maulbronn, zwei kleinere Weiher zu kaufen. Nach langem hin und her mussten die Enztalfischer erkennen, dass die Weiher auf längere Sicht gesehen, den Anforderungen und Vorstellungen nicht entsprechen und man ließ vernünftigerweise von diesem Projekt ab.

 

Blickt man zurück, so ist die Frage erlaubt, wie konnte es der Verein zu dem bringen, was er heute ist. Mit Sicherheit ist die Antwort in der Kameradschaft und dem Zusammengehörigkeitsgefühl, dieser nunmehr über 100 Kopf starken Familie zu suchen. Jedes gemeinsame Unternehmen, seine Vereinsausflüge, Kameradschaftsabende, Arbeitseinsätze oder der gemeinsame Besuch von Fischerfesten unserer benachbarten Vereine, lässt die Zahl derer, die den Verein zu kennen und schätzen wissen, anwachsen.

 

Mit viel Stolz sah so mancher Vater wie seine Kinder ihm nacheiferten. Daher war es von der ersten Stunde des FSV eines der größten Anliegen die Jugend zu fördern, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Eigens für sie wurden Lehrgänge im praktischen, aber auch im theoretischen Bereich durchgeführt. Dieser Verdienst ist in erster Linie den Jugend- und Lehrwarten zugute zu halten, welche es erreicht haben die Jugend für diesen Sport zu begeistern. Daher konnte sich der FSV trotz des ständigen steigenden Freizeitangebotes nicht über Nachwuchsschwierigkeiten beklagen.

 

Bereichert durch den Verein wurde auch die Stadt Mühlacker. Mehrfach beteiligt sich der FSV an Faschingsumzügen, oder an anderen Veranstaltungen der Stadt.

 

 Mit Fischergruß

Petri Heil 

 

 

 

 

 

 

 

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